Das „Freie Wort“ berichtet
in seiner Ausgabe vom 6. November 2006, dass trotz Widerstand an der
Müllverbrennungsanlage weitergebaut wird.
Zitiert wird auch Klaus Gödecke vom Verein
„Ein besseres Müllkonzept für Südwestthüringen“: „Wir haben doch zu DDR-Zeit
gesehen, wie sich der Qualm der Kohleheizungen im Talkessel gesammelt hat.“
Jetzt seien es keine braunen Ofen-Abgase mehr, sondern weitaus gefährlichere
Stoffe, die nicht sichtbar den Schornstein der Müllanlage verlassen werden.
Auch sie sammelten sich bei den recht häufigen Inversionswetterlagen im Talkessel.
Dies wollen die Anlagen-Gegner mit einem eigenen Gutachten nachweisen. Das Geld
dafür – die Kosten gehen in die zehntausende Euro – zusammenzubekommen, war gar
nicht so einfach. Doch dank vieler Spenden wurde es geschafft.
Dass die Klage vor dem
Thüringer Oberverwaltungsgericht noch etwas nutzt, um die vollendeten Tatsachen
ungeschehen zu machen, die in Beton und aufwändigen Aggregaten inzwischen
aufgebaut sind, glauben auch die Müllanlagen-Gegner bei allem Optimismus nicht.
Aber ein Nachrüsten der Abgasreinigung sei auf jeden Fall erforderlich, sagen
sie. Das wäre wenigstens auch schon ein Erfolg. …