Bericht über den Umweltratschlag vom 27. bis 28. Juni 2009

Am 27. bis 28. Juni 2009 fand in der Gesamtschule Gelsenkirchen-Horst der Umweltratschlag statt.
Der Umweltratschlag versteht sich als ein überparteiliches und vielfältiges Forum aller, die sich Sorgen um die Zukunft unserer Erde machen. Der Umweltratschlag soll Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen der Umweltbewegung, Bürgerinitiativen, politischer Parteien, Wissenschaftler, Jugendliche, Produzenten fortschrittlicher Umwelttechnologien, Landwirte sowie aktive Menschen aus Arbeiterbewegung und sozialen Bewegungen gleichberechtigt und demokratisch zusammenbringen, um gleichberechtigt ihre Standpunkte und Erfahrungen auszutauschen. Internationales Flair gab es durch Teilnehmer aus Italien und Peru.
Muellro
Klaus Goedecke präsentiert den MÜLLRO
Am 27. Juni gab es ein breites und interessantes Angebot an Foren und Workshops. Im Forum "Thüringen wehrt sich!" berichteten Vertreter von Thüringer Bürgerinitiativen über Erfolge und Probleme ihrer Arbeit. Unsere Vereinsvorsitzende vom "Ein besseres Müllkonzept Südwestthüringen", Petra Hardt, gab innerhalb dieses Rahmens einen Überblick über die Geschichte und die aktuellen Aktivitäten unserer Bürgerinitiative, ergänzt durch zusätzliche Informationen durch Klaus Goedecke und Horst Liebermann. Die Vertreter der anderen anwesenden Thüringer Umwelt-Bürgerinitiativen (BI für ein lebenswertes Werratal, Bürger gegen Müllverbrennung in Erfurt, BI "Achtung Hochspannung" - gegen den Bau der 380 KV-Starkstromleitung durch den Thüringer Wald) stellten ebenfalls kurz ihre Inhalte, Erfolge und Probleme dar. Als Hauptergebnisse der Diskussion wurde festgehalten, dass eine unter Beibehaltung der Selbstständigkeit der einzelnen Bürgerinitiativen zur bessere Ausnutzung der knappen finanziellen Mittel bei allgemein interessierenden Projekten eine gemeinsame Finanzierung angestrebt werden sollte. Eine weitere Einigung gab es über die Erstellung einer Broschüre für die Umweltbildung in den Schulen.
Dr. Rainer Gunkel stellte zusammen mit Nina Hehn das Energiewende-Konzept im Workshop mit dem Titel" Lebensnaher Ausweg aus der Krise: Kommunale Selbstversorgung" vor.
Weitere Foren und Workshops gab es unter anderen zu den Themen Kreislaufwirtschaft und naturinspirierte Technik, Gefahren des Mobilfunks für Menschen, Tiere und Pflanzen, Vernetzung regionaler Umwelt-Bürgerinitiativen, Greenwashing bei SIEMENS, Umweltschutz und Verkehrspolitik und "Wie kann 100% erneuerbare Energie in Deutschland aussehen?"
Am zweiten Veranstaltungstag wurden die Ergebnisse jedes Forums bzw. Workshops in einer jeweils etwa dreiminütigen Vorstellung präsentiert. In der anschließenden lebendigen Diskussion gab es eine Menge Anregungen für die weitere Gestaltung der weiteren Tätigkeit und der Zusammenarbeit der Bürgerinitiativen. Der Vorschlag wurde aufgegriffen, die Ergebnisse der Workshops auf der Internetsite des Umweltratschlags zu veröffentlichen.
Mit der Wahl des Vorbereitungskomitees für den nächsten Umweltratschlag in zwei Jahren ging die Veranstaltung zu Ende. In der Zwischenzeit muss die regionale, nationale und internationale Vernetzung aller Umweltaktivisten sowohl im Bezug auf regionale Projekte aber auch bei globalen Themen weiter vorangetrieben werden.

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aufmerksame Zuhörer Plakate Fabiola Professor Richter Nina Hehn Rainer Gunkel