Leistungstuning ohne Müllstau

Stadt Dresden verbessert biologisch-mechanische Anlage

 

Dresden (pte/27.06.2006/11:30) - Seit Mai 2001 verarbeitet die biologisch-mechanische Abfallbehandlungsanlage auf Basis des sogenannten Trockenstabilat-Verfahrens den gesamten Hausmüll der Stadt Dresden. Eigentümer und Betreiber ist die Stadtreinigung Dresden GmbH (SRD) http://www.sr-dresden.de : "Bis Mitte 2005 war die Kapazität der Anlage ausreichend. Mit dem Verbot der Ablagerung von unbehandeltem Abfall ab dem 1. Juni 2005 wurden jedoch erheblich mehr Abfälle angeliefert", sagt Burghart Hentschel, technischer Geschäftsführer der SRD. "Hinzu kamen Anfragen aus anderen Regionen, die Probleme mit ihren mechanisch-biologischen Anlagen haben, deren Abfälle mitzubehandeln". Deshalb wurde durch die Wetzlarer Beratungsfirma Waste Tec GmbH http://www.wastetec-gmbh.de eine technische Aufrüstung der Anlage realisiert. Der mögliche Jahresdurchsatz steigt damit von 85.000 auf 105.000 Tonnen. "Das Waste Tec-Konzept hat uns überzeugt: Optimierung der bestehenden Lüftungstechnik mit geringem baulichen Aufwand und das Ganze ohne Einschränkung der Anlagenverfügbarkeit", so die Erkenntnis von Hentschel.

 

Im September 2005, wenige Monate nach ihrer Gründung, wurde Waste Tec mit der Erweiterung beauftragt. "Für den Auftraggeber war es von entscheidender Bedeutung, dass der notwendige Umbau so schnell wie möglich durchgeführt und der laufende Betrieb dabei nicht beeinträchtigt wird. Das ist wie Leistungstuning an einem fahrenden Auto. Ein Fehler würde unweigerlich zur Autopanne und zum Stau führen - bezogen auf die BMA-Dresden zum Anlagenstillstand und zu einem Müllstau. Doch dazu kam es gar nicht erst", so Waste Tec-Geschäftsführer Andreas Puchelt

im Gespräch mit pressetext. Der Leistungstest 22 Wochen nach der Beauftragung sei erfolgreich verlaufen. "Wir haben mit diesem Umbau der Lüftungstechnik nicht nur die Anlagenkapazität deutlich erweitert, sondern auch die vorhandene Technik konsequent weiterentwickelt. Das könnte auch für andere Anlagen interessant sein", erläutert Puchelt.

 

Zwei weitere Projekte kommen in diesem Jahr zum Abschluss. Im belgischen Geel koordiniert Waste Tec die Inbetriebnahme der dortigen Trockenstabilat-Anlage, die über eine Kapazität von rund 150.000 Jahrestonnen verfügt. Die offizielle Einweihung der Anlage fand am 16. Juni dieses Jahres durch den Auftraggeger, den Abfallverband IOK/IVAREM statt. Im November wird die Trockenstabilat-Anlage im brandenburgischen Niederlehme in Betrieb gehen. Hier ist Waste Tec vom Zweckverband Abfallbehandlung Nuthe-Spree (ZAB) mit der Gesamtprojektierung der Fertigstellung beauftragt. (Ende)

 

      

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